Die Halle-Bilder von Lyonel Feininger

Auf Betreiben des Museums-Direktors Alois Schardt erhielt der seit 1926 im nahe gelegenen Dessau als Bauhausmeister tätige Lyonel Feininger vom damaligen Regierungspräsidenten den Auftrag, eine Stadtansicht von Halle zu malen. Schardt richtete dem Maler im Torturm der Moritzburg ein Atelier ein, in dem Feininger zwischen 1929 und 1931 nach Naturnotizen und Photographien nicht nur ein Gemälde sondern eine Serie von elf Gemälden schuf, die das Museum zusammen mit 28 ausgeführten Zeichnungen erwarb. Bis auf wenige Zeichnungen gingen der Moritzburg all diese Werke 1937 durch die Aktion „Entartete Kunst“ verloren. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges gelang der Rückerwerb der beiden Gemälde „Marienkirche mit dem Pfeil“ (1930) und „Der Dom zu Halle“ (1930). In jüngster Zeit konnte ein außergewöhnliches, bis dato unbekanntes Konvolut von „Naturnotizen“ erworben werden.

Lyonel Feininger - Marienkirche mit dem Pfeil - 1930
Lyonel Feininger
Marienkirche mit dem Pfeil, 1930
© VG Bild-Kunst Bonn 2009
Lyonel Feininger - Der Dom in Halle - 1930
Lyonel Feininger
Der Dom in Halle, 1930
© VG Bild-Kunst Bonn 2009
Lyonel Feininger - Marktkirche zur Abendstunde II - 1929
Lyonel Feininger
Marktkirche zur Abendstunde II, 1929
© VG Bild-Kunst Bonn 2009
Lyonel Feininger - Der Rote Turm V - 1929
Lyonel Feininger
Der Rote Turm V, 1929
© VG Bild-Kunst Bonn 2009