Sammlung Hermann Gerlinger

2001 hat die „Brücke“-Sammlung von Hermann Gerlinger, die zu den bedeutendsten deutschen Privatsammlungen gehört, in der Moritzburg ihr Domizil gefunden, drei Jahre später wurde sie mit einem unbefristeten Leihvertrag dauerhaft an das Haus gebunden. Aus dem reichen Fundus der Sammlung kann die Kunst der „Brücke“ als große deutsche Avantgardebewegung, die dem Expressionismus im frühen 20. Jahrhundert zum Durchbruch verhalf, sinnfällig und differenziert gezeigt werden. Im Mittelpunkt steht die eigentliche Zeit der „Brücke“ – erst in Dresden, dann in Berlin – mit den sinnlichen, farbstarken Gemälden, Holzschnitten, Zeichnungen und Aquarellen der jungen Malerfreunde Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff, Pechstein und Mueller. Seltene Dokumente und Zeitzeugnisse verdeutlichen Struktur und Genese der Künstlergruppe. Ebenso eindrucksvoll wird die weitere Entwicklung der Künstler, vom homogenen „Brücke“-Stil zum eigenen, individuellen Ausdruck in den 1920 und 1930er Jahren aufgezeigt, denn die Sammlung Gerlinger verfolgt das Schaffen der „Brücke“-Maler monografisch von ihren frühesten Anfängen bis ins reife Spätwerk.

Aus dem Bestand der Sammlung Hermann Gerlinger werden jährlich mehrere Szenenwechsel zusammengestellt, die thematisch ausgerichtet sind. Näheres hierzu unter Sonderausstellungen. Über die Sammlung informieren ein Bestandskatalog sowie ein kleines Taschenbuch mit ausgewählten Werken, zu finden unter Museumsladen/Publikationen

Ernst Ludwig Kirchner - Das blaue Mädchen in der Sonne - 1910
Ernst Ludwig Kirchner
Das blaue Mädchen in der Sonne, 1910
Erich Heckel - Zwei Mädchen am Wasser - 1912
Erich Heckel
Zwei Mädchen am Wasser, 1912
Emil Nolde - Prophet - 1912
Emil Nolde
Prophet, 1912