in vorbereitung - turmkabinett für schmuckkunst

Mit der Gründung der Werkstätten für Email und Metall an der Kunstschule Burg Giebichenstein hat sich seit den 1920er Jahren Halle eine interessante und bis heute wirkende, lebendige Tradition der Schmuckkunst herausgebildet. Karl Müller und Lili Schultz, die ersten Werkstattleiter, gingen im Zeichen des Expressionismus technisch und formal ungewöhnliche Wege, die von den nachfolgenden Generationen aufgegriffen und weiterentwickelt wurden. Zu den Schülern, die ihre Ideen über Halle hinaustrugen, gehörten Eva Mascher-Elsässer, Hildegard Risch, Wolfgang Tümpel, und Gemma Wolters-Thiersch. In der Nachfolge von Renate Heintze profilierte bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 2002 Dorothea Prühl die hallesche Schmuckschule und machte sie weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. In der Stadt selbst wuchs eine vielgestaltige Szene junger Schmuckgestalter heran, die die Stadt neben München oder Köln zu einem der wichtigsten Zentren zeitgenössischer Schmuckkunst machten. Im Schmuckkabinett der Moritzburg werden nicht nur historische Stücke, sondern immer wieder auch neue Werke der in Halle tätigen Künstlerinnen und Künstler zu sehen sein.
Die Eröffnung des Schmuckkabinetts im Nord-West-Turm wird noch bekannt gegeben.

Lesen Sie weiter über die Kunstpreise, die vom Land vergeben bzw. in der Moritzburg präsentiert werden.

Lili Schultz (1885-1970), Manschettenknöpfe, 1920/30, Silber, blau emailliert
Gemma Wolters-Thiersch (1907-1994), Ring, 1932, Gold gehämmert, Turmalin
Dorothea Prühl (geb. 1937), Ring, 1975, Silber
Silvia Nagel (geb. 1953), Halsschmuck "Spitzenkragen", 1986, Eisen, Neusilber