Vorschule

Was Formen und Farben erzählen
Kunstbetrachtungen für Vorschulkinder

Entdeckungslust, Phantasie und Experimentierfreude sind die besten Voraussetzungen, um die interessante Welt der Kunst zu erobern. Diese Eigenschaften zu fördern ist das Ziel unserer Arbeit mit Vorschulkindern im Museum. Warum es sich lohnt, ein Kunstwerk genauer zu betrachten, zu sehen wie Farben miteinander kommunizieren oder wo das Spannende in einer plastischen Figur zu finden ist, das alles können schon die jüngsten Museumsbesucher erfahren. Vielfältige Motive wie Menschen, Tiere oder Landschaften, dazu die unterschiedlichen Handschriften und Techniken der Künstler lassen die Kinder dabei immer wieder Neues entdecken. Im Dialog mit den Kunstwerken, die sich selbstverständlich an der kindlichen Erlebniswelt orientieren, wird das aufmerksame Sehen sowie die sprachliche Ausdrucksfähigkeit geschult. Dabei erleichtert die spielerische Herangehensweise zur Umsetzung des pädagogischen Konzepts den Zugang zur Kunst. Wie nachhaltig und anregend ein Museumsbesuch für Vorschulkinder sein kann, zeigen ihre die praktischen Arbeiten, die anschließend in der Museumswerkstatt entstehen.

Veranstaltungsthemen und Termine nach Absprache Abteilung Museumspädagogik, Rita Jacobshagen, Telefon (0345) 21259-40

Themenbeispiel

Von zwei Quadraten - Eine außergewöhnliche Bildergeschichte des russischen Malers El Lissitzky

Geometrische Formen wie Quadrate, Kreise, Rechtecke sind die Akteure dieses ungewöhnlichen Kinderbuches, das 1920 von dem russischen Avantgardekünstler El Lissitzky entworfen wurde. Dieses, als pädagogischer Versuch entstandene Buch kommt gänzlich ohne erläuternde Rahmenhandlung aus, jedoch bietet es in seiner zeichenhaften Formensprache genügend Anregung zum Erfinden einer Geschichte, die im Anschluss an die Betrachtung in der Museumswerkstatt kreativ umgesetzt werden kann.

Weitere Themenangebote für Kindertagesstätten

Die weiße Katze

Wir sprechen über die geschmeidigen Vierbeiner und ihre Eigenheiten und erleben eine wohlig-wonnige Katze in einem Gemälde des Künstlers Franz Marc

Vom Zauber der Formen und Farben

Bananengelb, Orangerot, Flaschengrün, Veilchenblau, Haselnussbraun sind die wunderbaren Farbtöne, die der Künstler Paul Klee in seinem Gemälde „Phantastische Flora“, ähnlich wie in einem orientalischen Teppich, anordnete. Was sich für rätselhafte Formen in dieser Farbkomposition befinden, wollen wir gemeinsam in dem Kunstwerk entdecken.

Tiere im Museum?

Wir begeben uns auf die „Pirsch“ und entdecken den kleinen Bilderzoo im Museum. Dabei lassen wir die Tiere in einen Wettstreit treten und zeichnen die Schnellsten mit einer Siegermedaille aus. Die Besonderheiten der Tiere und interessante Aspekte ihrer künstlerischen Gestaltung besprechen wir vor den unterschiedlichen Kunstwerken.

Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder …

Mit einem Memory- Spiel stimmen wir uns auf das Jahreszeitenthema ein und betrachten dann die Gemälde zu den vier Jahreszeiten im prächtigen historischen Festzimmer der Moritzburg

Geschichten zur Moritzburg

Was erzählen uns die alten Mauern und Türme und wer hat in der Moritzburg gewohnt? Diese und andere Fragen werden in einem Erkundungsrundgang beantwortet.

Diese Themen sind nur eine Auswahl aus einem vielfältigen Programmangebot innerhalb der Dauer- und Sonderausstellungen des Museums. Weitere Angebote können erfragt werden.

Alle Programme, Veranstaltungsdauer ca. 1 Std., sind für ältere Vorschulkinder (Mindestalter 5 Jahre) erarbeitet worden. Die Veranstaltungen sind kostenlos. Für Veranstaltungen, in denen mit Ton modelliert wird, beträgt der Unkostenbeitrag 0,50 Euro. Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten.

Weitere Auskünfte erhalten Sie in der Abteilung Museumspädagogik:
Rita Jacobshagen, Tel.: 0345 21259-40; Fax: 0345 2029990;
E-Mail: infokunstmuseum-moritzburg.de

Schule

Themenangebote für Schulen

Unser Museum ist als außerschulischer Lernort seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner für die unterschiedlichsten Bildungseinrichtungen. So bietet die Abteilung Museumspädagogik mit ihren speziellen Angeboten für Schüler aller Alterstufen und Schulformen, für Studenten oder Kinder- und Jugendgruppen anderer Bildungsträger eine Vielzahl von Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Kooperation im kulturell-künstlerischen Bereich an. Dabei berücksichtigen die einzelnen Programme die Erfahrungs- und Erlebniswelt der jeweiligen Altersgruppen, ob bei einer handlungsorientierten Führung mit spielerischen Elementen, einer interaktiven Kunstbetrachtung oder einem gemeinsam geführten Dialog zur Kunst. Kreatives Schreiben zu Bildern und Objekten, Rollenspiele oder künstlerisches Arbeiten in der Museumswerkstatt sind nur einige Beispiele, mit denen sich die Führungsthemen ergänzen lassen. Mit den vielfältigsten Methoden der Vermittlung nähern wir uns dem Ausdrucksgehalt einzelner Kunstwerke, sensibilisieren die Sinne für Farben, Formen und Klänge und erhalten so einen individuellen Eindruck vom Kunstwerk.

Übersicht einer Themenauswahl

Führungen - als Überblick in der ständigen Ausstellung, einer Sonderausstellung oder thematisch gegliederte Ausstellungsführungen Kunstbetrachtungen vor einem oder vergleichend vor mehreren Werken, mit oder ohne praktisch-bildnerische Arbeit. Mitwirkung bei der Projektarbeit der Schulen Ferienveranstaltungen für Hortgruppen und Einzelkinder.

Themenangebote für Grundschule

Annäherung an das Museum – der Erstbesuch
Aufregend bunt – Farben und Formen in Bildern sehen und entdecken
Auf bronzenen und tönernen Füßen – Plastiken zum Er“fassen“ und Be“greifen“
Das Landschaftsbild – Naturdarstellungen in Bildern der Expressionisten
Augen, Ohren, Mund und Nase – Die Porträtmalerei
Ein Ding – eckig oder rund, uni oder bunt – Das Stillleben–Bild
Die Geschichte der Moritzburg – Ein Rundgang durch die Burganlage

Themenbeispiel:
Augen, Ohren, Mund und Nase – Die Porträtmalerei
Eine vergleichende Kunstbetrachtung mit selbständiger Gruppenarbeit

Das Porträt ist seit der Renaissance eines der Hauptthemen in der Malerei. Mimik und Gestik, die Kleidung und weitere Attribute sowie die künstlerische Gestaltung charakterisieren die abgebildeten Personen und geben zeitgeschichtliche Auskunft. Während einer anschaulichen Einführung werden unter anderem Begriffe wie Bruststück, Halbfiguren- und Ganzfigurenporträt, Gruppen- und Doppelporträt sowie Selbstbildnis erklärt. In kleinen Gruppen erarbeiten sich die Schüler anschließend die Wesensmerkmale verschiedener dargestellter Personen und präsentieren ihre Ergebnisse. In der Werkstatt wird das Gesehene praktisch-bildnerisch umgesetzt.

Grundstufe/Sekundarstufe I
Dauer: 1,5 bis 2 Stunden

Themenangebote für die Sekundarstufe / Gymnasium

Farbe und ihre Wirkung
Porträtmalerei
Die Künstlergemeinschaft „BRÜCKE“
Kunst und Künstler der Klassischen Moderne
Die Aktion „Entartete Kunst“
Kunst nach dem 1. Weltkrieg – Die NEUE SACHLICHKEIT
Kunst in Teilen – Der KONSTRUKTIVISMUS

Dauer der Veranstaltungen: 1,5 – 2 Stunden (Projektarbeit 3 – 4 Stunden)
Kosten: 1,- Euro pro Schüler

Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon: (0345) 2125948, Sigrid Reiche, E-Mail: sigrid.reichekunstmuseum-moritzburg.de

Lehrerfortbildung

Neben Veranstaltungen zur Fortbildung von Lehrern und Erziehern in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Lehrerfortbildung Sachsen-Anhalt (LISA) finden in unregelmäßiger Folge Fortbildungen in Kooperation mit dem Bund der Kunsterzieher (BDK) und den Fachmoderatoren für Kunsterziehung/ Gestalten statt. Darüber hinaus bieten wir zu Sonderausstellungen spezielle Lehrerinformationsveranstaltungen mit Führungen durch die Kuratoren an, in denen das Konzept und die museumspädagogischen Programme zur Ausstellung vorgestellt werden. Dieses Angebot wird als Fortbildung weiterer Träger registriert und kann von Lehrern kostenlos wahrgenommen werden.

Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon: (0345) 2125948, Sigrid Reiche, sigrid.reichekunstmuseum-moritzburg.de

Stiftung Moritzburg und Grundschule Albrecht Dürer schließen 2007 Kooperationsvertrag.

 Anlässlich der Gesamtkonferenz der Grundschule Albrecht Dürer am 25.06. 2007 unterzeichnete die Stiftung Moritzburg einen Kooperationsvertrag mit der Grundschule, der eine intensive Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen vorsieht. Im  Jahr 2008 wird der 480. Todestag von Albrecht Dürer, dem Namenspatron der Schule begangen. Dieses Jubiläum ist Anlass , sich eingehender mit Albrecht Dürer und Bildender Kunst überhaupt zu beschäftigen. In der Zusammenarbeit soll das  Potential der Stiftung Moritzburg genutzt werden, um den Schülern die Vielfalt und Individualität schöpferischer Leistungen in der Bildenden Kunst nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch an einem außerschulischen Lernort nahe zu bringen.

Schuldirektorin Gudrun Voigt machte vor der Unterzeichnung der Kooperation deutlich, das sich eine zeitgemäße Schule für neue Lernmodelle öffnen muss. Es ist wichtig, dass die Grundschule Albrecht Dürer mit Kultureinrichtungen wie der Moritzburg kooperiert, um daraus nicht nur ein kurzfristiges Projekt, sondern eine nachhaltige gemeinsame Zusammenarbeit zu entwickeln.

Diese Zusammenarbeit soll allerdings keine Einbahnstraße werden, denn auch die Stiftung Moritzburg möchte von den Impulsen und Anregungen der Kinder  und Lehrerinnen profitieren. Sigrid Reiche, Museumspädagogin und Projektkoordinatorin der Moritzburg für diese Kooperation begrüßt die Initiative: „Wir müssen in unserer Arbeit ständig aktiv auf Lehrer und Schüler zu gehen. Die Zusammenarbeit mit der Albrecht Dürer Grundschule geht aber über unsere alltägliche museumspädagogische Arbeit hinaus, denn der Kooperationsvertrag fixiert nicht nur verbindlich unsere inhaltlichen Vereinbarungen, wir werden darüber hinaus auch die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit auswerten, dokumentieren und an die Öffentlichkeit tragen.“

Geplant sind die gemeinsame  Erarbeitung von fächerübergreifenden, museumspädagogischen Angeboten und das Projekt „Kinder führen Kinder“ im Museum.