16. Dezember 2006 – 04. Februar 2007
Gustav-Weidanz-Preis für Plastik 2006
Sarah Esser, Berlin und Anne Kückelhaus, Münster
Das Kuratorium der Gustav-Weidanz-Stiftung vergab den Preis in diesem Jahr an die jungen Bildhauerinnen Sarah Esser und Anne Kückelhaus. Beide Künstlerinnen wurden 1977 in Münster geboren.
Sarah Esser studierte 1996 – 1999 im Atelier von Charles Auftret und Arlette Ginioux, 1998/99 an der Akadémie des Beaux-Arts de Ruel-Malmaison in Paris, 1999 – 2003 an der Kunsthochschule Berlin, 2002/03 an der Accademia di Belle Arti Bologna, 2004 Diplom in Berlin, Meisterschülerin von Berndt Wilde. Sarah Essers Arbeiten sind an der Figur orientiert. Anne Kückelhaus studierte zwischen 1996 und 2006 an der Kunstakademie Münster bei Lili Fischer, Timm Ulrichs und Henk Visch sowie 2004 /05 im Rahmen eines Graduiertenprogramms an der University of Colorado at Boulder bei Jeanne Quinn. Ihre Ideen zu Installationen und Objekten gehen vom Alltag aus. Insbesondere geht sie dabei den Beziehungen von Mensch und Tier nach.
Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Die Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle und die Stiftung Moritzburg – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt verbinden mit der Preisvergabe eine Studio-Ausstellung der Preisträgerinnen in der Stiftung Moritzburg. Zusätzlich erhalten beide Künstlerinnen die Möglichkeit, eine Arbeit bis zu einem Herstellungswert von insgesamt 1.000 Euro in der Kunstgießerei Strassacker Süssen kostenfrei zu realisieren.
Zum Preis: Der Gustav-Weidanz-Preis für Plastik wird gemäß der testamentarischen Verfügung des halleschen Bildhauers Gustav Weidanz (1889 – 1970) seit 1975 turnusmäßig vergeben. Er gehört neben dem Will-Lammert-Preis, dem August-Seeling-Förderpreis und dem Piepenbrock Nachwuchspreis zu den wenigen Nachwuchsförderpreisen in der Bundesrepublik, die ausschließlich der Bildhauerkunst vorbehalten sind.

